Die Geschichte der „Oberen Mühle“
1697 wurde die Meierei Pöppinghausen von Graf Friedrich Adolf zum großzügigen Lustschloss und Gartenanlage „Friedrichsthal“ umgebaut und erweitert. An diesem Platz befindet sich heute das Freilichtmuseum.
Auf Wunsch des Grafen, sein Detmolder Residenzschloss durch einen schiffbaren Wasserweg mit der Gartenanlage zu verbinden, wurde der Kanal von 1701 bis 1704 nach Plänen von Hans Hinrich Hundt durch den Holländer Kock fertig gestellt. Für den Bau wurde weitgehend das alte Bachbett der Berlebecke genutzt. Der Friedrichsthaler Kanal ist heute von der Oberen Mühle bis zum Burggraben erhalten. Die oberen restlichen 400m in der „Inselwiese“ bestehen nicht mehr.
Zur Regulierung des Wasserstandes gab es 3 Wasserschleusen. Die erste dieser Schleusen wurde 1752 mit der „Oberen Mühle“ überbaut.
Die oberschächtig betriebene Mühle wurde als Vollerwerbsbetrieb mit 3 Wasserschaufelrädern ausgestattet. Diese Technik wurde mit dem aufgestauten Wasser der Berlebecke über einen Umflutkanal versorgt. Ab hier verliert die Berlebecke ihren Namen und heißt jetzt „Friedrichsthaler Kanal“
Das zweite Gewässer unterhalb des Wehrs parallel zur Allee, früher ein Arm der alten Berlebecke, läuft weiter als „Knochenbach“ und reguliert das überflüssige Wasser zum Einlauf in die Werre.
Nach der modernen Technisierung verlor die „Obere Mühle“ Ihre Existenz und stand einige Jahre leer. Im Frühjahr 2001 wurde mit Ihrer Restaurierung begonnen und seitdem dient die „Obere Mühe“ als Restaurant & Café mit rund 180 Sitzplätzen.






